Bullenmarkt, Bärenmarkt, steigende Zinsen – was heißt das für dich?
Wenn man übers Sparen oder Investieren nachdenkt, schaut man meist auf das Heute: Wie viel kann ich zurücklegen? Was fühlt sich gerade richtig an? Dass sich mit der Zeit auch die Bedingungen rund ums Geld verändern können, hat man dabei selten im Blick, und das ist ganz normal.
Doch genau das kann später der Moment sein, in dem man sich fragt, ob alles noch passt. Viele erleben irgendwann, dass sich Bedingungen verändern, Zinsen steigen oder fallen, die Stimmung an den Märkten kippt, und plötzlich tauchen Fragen auf wie: Bleibt mein Plan in solchen Zeiten überhaupt sinnvoll? Sollte ich etwas anpassen oder lieber abwarten? Genau hier möchte dieser Artikel ansetzen und dir helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden.
Märkte schwanken – dein Plan ist darauf vorbereitet
An der Börse wechseln sich gute und schlechte Phasen regelmäßig ab. Man spricht von Bullenmärkten, wenn die Kurse steigen, und von Bärenmärkten, wenn sie fallen. Beide gehören dazu, eins folgt auf das andere.
Diese Bewegungen spiegeln oft das wider, was man in den Nachrichten hört, zum Beispiel wenn von einer Rezession, einem Aufschwung oder einer Abkühlung der Wirtschaft die Rede ist. All das sind natürliche Zyklen, die jede langfristige Anlagephase durchläuft.
Für dich als Anleger heißt das: Du musst diese Phasen weder erkennen noch timen. Wenn du regelmäßig sparst, nutzt du automatisch beide: In schwächeren Phasen kaufst du günstiger nach, in stärkeren wächst dein Depot. So entsteht über die Zeit ein Durchschnittspreis: der sogenannte Cost-Average-Effekt.
Kurz gesagt: Dein Sparplan ist langfristig darauf ausgelegt, mit Schwankungen umzugehen und über die Zeit sogar von ihnen zu profitieren. Deshalb ist es für dich währenddessen nicht entscheidend, in welcher Marktphase du gerade sparst – sie alle sind Teil des Plans.
Zinsen verändern sich – dein Ziel bleibt
Sollten die Zinsen weiter steigen oder wieder anziehen, wäre das eine gute Nachricht. Nach Jahren mit niedrigen Erträgen könnte sich klassisches Sparen wieder lohnender anfühlen. Viele verbinden damit die Hoffnung, dass sich mit Zinsen endlich wieder Vermögen aufbauen lässt, also ohne Schwankungen und Risiko.
Doch für langfristige Ziele reichen Zinsen allein in der Regel nicht aus. Sie sichern den Wert deines Geldes, helfen beim Aufbau von Rücklagen und sind ideal, wenn du kurzfristig flexibel bleiben möchtest. Aber sie schaffen kein echtes Wachstum. Denn im Gegensatz zu Wertpapieren nehmen Zinsen nicht an der Entwicklung der Wirtschaft teil, sie bilden sie nur ab.
Historisch betrachtet, lagen Zinsen deshalb fast nie über den Renditen am Aktienmarkt. In manchen Jahren mag das kurzfristig so gewesen sein, doch auf Dauer konnten sie mit der Ertragskraft von Unternehmen nicht mithalten.
Kurz gesagt: Entscheidend ist, welches Ziel du verfolgst. Wenn du langfristig Vermögen aufbauen willst und an der Entwicklung von Unternehmen teilhaben möchtest, weil du weißt, dass dort über die Zeit meist mehr Rendite möglich ist, dann bleibt dein Weg derselbe, auch wenn die Zinsen steigen. Sie verändern vielleicht die Rahmenbedingungen, aber nicht den Weg, den du für dich gewählt hast.
Was du aus diesem Artikel mitnehmen solltest
Veränderungen werden kommen – das muss dich aber nicht von deinem Weg abbringen. Behalte im Hinterkopf: Selbst wenn Zinsen steigen, können sie langfristig kaum mit den Renditen am Aktienmarkt mithalten. Der Weg zu deinem Ziel bleibt daher derselbe. Dein Sparplan ist für Marktschwankungen gemacht. Er kann mit Bewegungen umgehen und nutzt sie langfristig für dich.
Wertpapiersparen eröffnet Chancen, geht aber immer auch mit Risiken einher. Mehr dazu findest du hier.
Bei den hier dargestellten Informationen und Wertungen handelt es sich um eine Werbemitteilung, die nicht den gesetzlichen Anforderungen an die Gewährleistung der Unvoreingenommenheit einer Anlageempfehlung oder Anlagestrategieempfehlung genügt. Dieser Text stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Er soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung.